#Streetfood – Little Kreuzberg in der Hassia

18. August 2015 / 16:03
by Admin

Category: Lifestyle

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Neulich war ich beim SUNDAY URBAN CLUB – STREETFOOD & MORE in der Offenbacher Hassia Fabrik, bei strahlendem Sonnenschein und cooler Musik, auf der Suche nach einem leckeren Abendessen für „auf-die-Hand“, und wähnte mich, wenn ich es nicht besser gewusst hätte, in Berlin-Kreuzberg.

Ich finde ja ohnehin, dass Offenbach die kleine Ausgabe von Berlin ist, mit allen positiven und negativen Eigenschaften. (Für alle, die Offenbach nicht auf dem Radar haben: Offenbach ist Frankfurts kleine und ein wenig ungeliebte Schwester, eine S-Bahn-Haltestelle entfernt und ein bisschen wie Manhattan und die Bronx). Der neue Street-Food-Trend, den man insbesondere in der Markthalle neun in Kreuzberg beobachten kann, schwappt nun auch konkret zu uns rüber. Food-Trucks findet man auch in Frankfurt, auf dem Wochenmarkt oder eben auf Events wie in der Hassia Fabrik.

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Schnelles, urbanes und ökologisch korrektes Essen ist nun der Lifestyle-Inbegriff der Hipster

Es ist schon interessant zu beobachten, wie so ein Zeitgeist entsteht. In unserem urbanen Umfeld muss ja mittlerweile alles schnell schnell schnell gehen und natürlich stylish sein: Dazu ständige Erreichbarkeit, das Business läuft, das Ich ist trendy und setzt mit dem Outfit Statements, das Essen muss schnell, lecker, gesund, immer verfügbar sein und im besten Falle auch ein Statement setzen (der neue „Vegan“-Trend). Aber dabei legen immer mehr Städter auch viel Wert auf Qualität, Regionalität, Saisonalität und Aufmachung – Stichwort: #urbanfarming.

Kein Wunder also, dass die hippen Food-Trucks mit durchdachter Aufmachung so gut ankommen. Die angebotenen Gerichte sind einfach und schnell, nicht unbedingt raffiniert, machen aber satt und sind im besten Falle auch noch richtig gesund und #veggie. Macht sich auch alles immer gut auf einem #instapic.

Was ich gegessen habe

In der Hassia habe ich gestern einen Wrap mit Soße von der Genusswolke probiert (6,00 EUR) sowie Süßkartoffel-Fritten (2,50 EUR) und ein Pork-Brötchen mit Kraut (6,00 EUR). Die Apfelschorle von Rapp`s schlägt ebenfalls mit 3,00 EUR zu Buche. Etwas nervig fanden meine Begleiter und ich, dass es einfach gedauert hat, bis wir alle endlich gemeinsam am Tisch sitzen konnten, um zu essen. Wir strömten aus, um an den verschiedenen Ständen die Getränke und das Essen zu besorgen. Natürlich gab es überall Schlangen und Wartezeiten. Wie gesagt, das Essen ist nicht unbedingt raffiniert, aber insbesondere der Wrap war sehr lecker. Das Pork-Brötchen dagegen war okay, aber für 6,00 EUR schon echt klein und echt nicht sättigent – also schon eher eine Niete.

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Negativ aufgefallen ist mir, aber das bleibt natürlich nicht aus, der enorme Müll, der produziert wurde. Überall Abfalleimer, voll mit Plastikbesteck, Papptellern, Servietten…

Hier wäre etwas mehr Konsequenz schön! Street-Food steht ja für „auf-die-Hand“, also weg mit dem Plastikbesteckt und der enormen Verpackung. Einerseits wird bei dieser Bewegung Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, gute Produkte aus der Region und natürlich dem Statement (zum Beispiel dem Veggie-/Vegan-Lifestyle), aber dann sollte doch auch der Müll irgendwie deutlicher vermieden werden.

Ansonsten: Die Hassia hat Flair, keine Frage. Selbst die Frankfurter Hipster kommen extra rüber, um in dieser urbanen Kulisse den Nachmittag zu verbringen und es sich gut gehen zu lassen. Mehr davon gerne!

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