London-Guide: 8 Frühstück-Hotspots die sich lohnen?

10. März 2019 / 10:56
by Anna

Category: London

Tags: ,

26 Grains | Covent Garden

Das 26 Grains stand schon sehr lange auf meiner Will-ich-mal-hin-Liste. Letzten Sommer, genauer gesagt Anfang Juli, war ich für einen langen Urlaub in Südengland und nutze damit endlich die Gelegenheit, hinter diesem Spot ein Häkchen machen zu können. Ganz versteckt liegt das Café, in einem schönen Hinterhof. Ich war recht spät dran an diesem Morgen und alleine. Einen Tisch draußen ergatterte ich leider nicht, hatte aber Glück, drinnen ein Plätzchen zu bekommen. Neben mir saßen zwei flippige Mädels, gebeugt über einen Laptop und tief versunken im Gespräch. Die Atmosphäre war wunderbar, was sicherlich auch an dem schönen Wetter lag. Ich bestellte einen Matcha Latte, den ich ein halbes Jahr zuvor erstmals im SKETCH probiert habe. Und obwohl ich ja nicht so die hippe Hipsterin bin, muss ich zugeben, dass mir dieses Getränk, sofern es richtig zubereitet ist, wirklich sehr sehr gut schmeckt. Auch das Avocado-Brot, das in so einem Café nicht fehlen darf, hat mit dem Olivenöl, der Creme und dem Salat sehr gut geschmeckt. Mit Kindern würde ich dort auch hingehen, sofern man einen guten Platz erwischt. Der Innenhof ist perfekt zum Spielen.

Versteckt gelegen in einem schönen Innenhof
Perfekter, hipper Matcha Latte

Abuelo | Covent Garten

Seit einiger Zeit sprießen in London australische Cafés wie Pilze aus dem Boden. Das Abuelo wird, neben Granger & Co. und Farm Girl, sehr gehypt. Als ich vergangenen November in London war, bin ich gleich am Ankunftsmorgen nach Covent Garden gefahren – eine meiner Lieblingsecken – und steuerte sehr spontan das Café an. Warum auch immer: an diesem Samstagvormittag war nicht viel los und ich ergatterte einen schönen Platz. Die Mädels hinter der Theke waren supernett und hielten ein längeres Schwätzchen mit mir. Sie erzählten mir, dass die Leute ab dem späten Vormittag Schlange stehen würden um hineinzukommen. Teilweise warten die Verrückten ein oder zwei Stunden vor der Tür, bis ein Tisch frei wird.

Auch im Abuelo bestellte ich einen Matcha Latte, der sehr gut gelungen war. Dazu ein Rote-Bete-Brot mit Dicken Bohnen. Eine tolle Kombination, die sehr lecker war. Mit Kindern würde ich dort allerdings nicht einkehren, denn in diesem kleinen Café ist es einfach sehr eng – mit dem Liebsten oder einer Freundin – perfekt.

Beigel Bake | Shoredich

24/7 hat das Beigel Bake geöffnet und ist somit für jede Art von (Kater-) Frühstück geeignet. Die Bäckerei befindet sich mitten auf der Brick Lane, nicht weit von der Spitalfield-Markthalle. Ich mag diese raue Gegend ja. Es ist dort keinesfalls chic oder durchgestylt, sondern ziemlich echt und auch ein bisschen verranzt. Das Café selbst ist sehr klein, wirklich überhaupt nicht schön und die Auslage kann abschreckend wirken. Aber es schmeckt, das ist die Hauptsache.

Dishoom | Covent Garden

Das indische Dishoom hat gleich mehrere Lokale in London. Ich habe vor eineinhalb Jahren das Café in Covent Garden besucht, bei strömenden Regen und ungemütlichem Wetter. Zum Glück hatte ich vorab reserviert, denn sicher ist sicher. Im oberen Geschoss war es an diesem Dienstagmorgen auch ziemlich voll. Ich bin ja großer Fan von indischem Essen im Allgemeinen und dieses Frühstück war eine positive neue Erfahrung. Das süße indische Porridge mit Datteln und Bananen war einfach lecker und auch die Hauptspeise mit Spiegelei und Pfannkuchen – yummie! Bis zum Nachmittag hatte ich keinerlei Hunger!

Farm Girl | Notting Hill

Kaum ein anderes Café wird so gehypt wie Farm Girl. Kaum ein anderes Café hat mich so enttäuscht wie dieses. Der Service war unfreundlich und gelangweilt, das Besteck und die Gläser waren abgegriffen, das Ei nicht richtig durch und kalt und das Brot so klein, dass ich eine halbe Stunde später schon wieder Hunger hatte. Never ever again.

Granger & Co. | Chelsea

Der nächste Kandidat, bei dem ich den Hype nicht verstehe. Letzten November bin ich an einem Sonntagmorgen, recht früh und kurz nach Öffnung, bei Garnger & Co. verabredet gewesen. Das Café war bereits fast komplett belegt und ich ergatterte nur noch einen Tisch am Tresen. Die Einrichtung war nicht sehr gemütlich und der Raum sehr dunkel. Der Cappuccino war als Start in den Tag sehr gut, aber das Avocado-Brot hat einfach nur fad geschmeckt und war geschmacklich langweilig und wenig sättigend, trotz des hohen Preises. Das Ei schmeckte wie Gummi. Knappe zehn Pfund wird für das Brot veranschlagt. Viel zu viel.

Jackson + Rye | Soho

Vor gut zwei Jahren bin ich – mehr durch Zufall – an einem Donnerstagmorgen an dieser Brasserie vorbeigekommen. Immer der Nase nach. Mein guter Riecher hat mich nicht enttäuscht. Das deftige Frühstück war auf den Punkt und der Cappuccino cremig.

Peyton & Byrne | Covent Garden

Direkt gegenüber der Covent Garden-Markthalle befindet sich diese kleine Bäckerei mit Sitzgelegenheit. Wer etwas Süßes oder Deftiges auf die Hand möchte, wird hier sicher fündig.