Frankfurt-Guide: Frühstück bei Karin

Das Journal-Frankfurt-Extraheft „Frankfurt geht aus – 2016“ hat das Café Karin zu eines der besten Frühstückcafés in Frankfurt gekürt. Und da das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist und doch nichts über einen guten und gemütlichen Start in den Tag geht, war ich kürzlich erstmals zu Gast im Großen Hirschgraben mitten in der City.

Ein sonniger Morgen in Frankfurt, nur leider liegt die Bestuhlung im Karin um diese Uhrzeit noch im Schatten, aber egal. Es ist noch Sommer, also wird draußen gesessen. Das Ambiente ist ganz in Ordnung. Dummerweise brausen direkt am Café die Autos durch die enge Straße und gemütliches Mobilar oder Tischdeko findet man auch nicht. Auch im Inneren sieht es eher etwas in die Jahre gekommen aus. Die Speisekarten sind auch ziemlich abgegriffen. Aber es muss ja auch nicht immer alles durchgestylt sein. Schließlich geht es unter`m Strich ja auch um den Geschmack und den Service.

Die Servicekraft war übrigens auch sehr nett, was heutzutage ja auch nicht selbstverständlich ist, konnte nur leider meinen Extrawunsch nicht erfüllen. Denn ich war ja kürzlich noch schwanger und durfte somit auch keine Salami oder Schinken essen. Daher habe ich gefragt, ob sie mir nicht gekochten Schinken statt Salami bringen könnte. So viel Flexibilität gibt es aber im Café Karin nicht. Ich hätte nur auf die Salami komplett verzichten und dafür zum Beispiel doppelt Käse, der in dem Frühstücksmenü „BORNHEIM“ enthalten ist, nehmen können. Ist natürlich blöde, verstehen kann ich es nicht, aber frau akzeptiert es halt.

Heiße Schokolade, frisch gepresster Orangensaft, frisches Brot und toller Frischkäse – alles wunderbar und so, wie es sein soll. Und für Frankfurt sind die Preise übrigens auch sehr human. Fast alle Frühstückskombis gibt es unter zehn Euro. Hochpreisiger geht in dieser Stadt ja immer. Blöderweise haben wir beim Bezahlen erfahren, dass man auch hier unflexibel ist – Kartenzahlung ist nicht möglich. Aber wir hatten Glück, kratzten unser letztes Bargeld zusammen und es passte gerade so. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, in welchem Café oder Restaurant man heutzutage nicht im Karte zahlen kann.

Alles in allem war der Besuch im Café Karin in Ordnung, aber den Hype um diese „Institution“ verstehe ich nicht so ganz. Schicker, flexibler und noch schmackhafter gibt es woanders auch…

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