England-Guide: in den Cotswolds

30. Juli 2019 / 14:14
by Anna

Category: England

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Ich bin zurück von einer ausgedehnten England-Rundreise mit meiner Family, die uns von Kent nach Mersea, Oxford, London, den Cotswolds, Cornwall, Devon, Somerset und wieder nach Kent geführt hat. Es waren großartige Wochen und ich bin so randvoll mit Eindrücken und tollen Erinnerungen, dass ich ein ganzes Buch schreiben könnte. Es gibt viele schöne Ecken und Tipps, die ich in den kommenden Artikeln teilen möchte.

Besonders beeindruckt bin ich (nachhaltig) von den Cotswolds. Nach drei Nächten in Oxford führte unsere geplante Route über schöne Cotswolds-Dörfer wie Bibury und Burford nach Cheltanham.

Bibury

Dieses kleine Örtchen, mit seinen zahlreichen Cottages aus dem 18. Jahrhundert und der weitläufigen Wald- und Parkanlage, ist wie aus einem Bilderbuch und hat mich gleich auf dem ersten Blick ein wenig an Castle Combe erinnert. Es ist pittoresk, idyllisch, sehr fotogen und wird vom National Trust verwaltet, ist aber für alle Besucher frei und kostenlos zugänglich. An diesem Juli-Tag waren zahlreiche rüstige Rentner und einige begeisterte Reisegruppen aus Fernost unterwegs. Trotzdem verlief sich die Besuchermenge und man konnte überall entspannt entlang schlendern. Auch in den Cafés gab es ohne Probleme schöne schattige Plätzchen für alle.

Burford

Dieses kleine Cotswolds-Städtchen wäre perfekt, wären nur nicht überall parkende und fahrende Autos. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Trotzdem ist ein Besuch sehr zu empfehlen. Burford ist unfassbar hübsch und wie aus einem Guss. Es gibt zahlreiche Cafés und Pubs sowie viele interessante Geschäfte. Zwei davon musste ich unbedingt aufsuchen. Die Oxford Shirt Company kenne ich schon lange, daher war es für mich super spannend, mich endlich einmal vor Ort umzuschauen. Das Geschäft führt vorrangig britische Mode und ist riesig, eng und verwinkelt. Ich habe mich tatsächlich darin verirrt. Hätte ich nur mehr Zeit und Ruhe gehabt (meine Familie hat draußen gewartet – das kann nur schief gehen), dann hätte ich gerne mal ausgiebig die zahlreichen Liberty-Blusen, Wachs-Mäntel und Tweet-Westen anprobiert. Gereicht hat mein Zeitkontingent leider „nur“ für ein lustiges, mit Füchsen bedrucktes Tuch. Aber immerhin.

Das andere Geschäft heißt The George und ist ein dreigeschossiges und hervorragend sortiertes Antikgeschäft. Am liebsten hätte ich ganz viel Geschirr gekauft, aber die Vernunft hat gesiegt.

Mit meinen Kindern waren wir noch in einem putzigen Süßwarenladen – daran ging kein Weg vorbei.

Chastleton House

Nicht weit von Burford entfernt liegt Chastleton House, welches ebenfalls vom National Trust verwaltet wird. Dieses Herrenhaus hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel und ist in seinem Inneren sehr „authentisch“, wie es einer der ehrenamtlichen Führer vor Ort formulierte. Sprich: es ist ein wenig heruntergekommen. Ist aber nicht schlimm, sondern interessant. Es gehörte einer walisischen Wollhändler-Familie, die ziemlich lange ziemlich wohlhabend war, irgendwann aber, wie so viele andere auch, ihren Reichtum verlor und das Anwesen somit nicht mehr eigenständig am Leben erhalten konnte. Das ist ja oftmals das Tragische an den zahlreichen Häusern, die der National Trust verwaltet, denn dieses Schicksal ereilte viele andere Familien auch.

Interessant ist, dass hier 1865 die Regeln für Rasencroquet festgelegt wurden. Noch heute gibt es in der schönen Parkanlage einen Bereich, in dem man Croquet spielen kann.

The Exmouth Arms in Cheltanham

Am frühen Abend kamen wir dann schließlich in Cheltanham an. Es blieb leider keine Zeit mehr, um sich die Stadt anzuschauen. Planmäßig blieben wir nur eine Nacht dort, um am nächsten Tag die weite Fahrt nach Cornwall anzutreten. Genächtigt haben wir im DoubleTree by Hilton, was wegen des Pools für die Kids ideal war. Eine kleine Renovierung des im Prinzip sehr schönen Gebäudes wäre übrigens nicht verkehrt. Leider habe ich versäumt Fotos zu machen, unter anderem auch wegen eines Feueralarms, der ALLE Menschen (egal in welchem Zustand sie waren), am frühen Samstagmorgen aus dem Hotel zitierte.

Da wir schon nach einer guten Woche, die wir bereits auf der Insel waren, einen kleinen Fish&Chips-Overkill hatten, entschieden wir uns, auf TripAdvisor zu hören und im beliebten The Exmouth Arms die vielgelobte Steinofen-Pizza zu essen. Das Lokal war an diesem Abend gerammelt voll und das Wetter einfach perfekt. Die Pizza war unwahrscheinlich lecker, ebenso wie der Crumble mit Eis, den es zum Nachtisch gab.

Im nächsten Sommer – und das steht bereits fest – wird es definitiv für einen längeren Aufenthalt in die Cotswolds gehen.