Amsterdam-Guide: draußen unterwegs

8. August 2020 / 15:01
by Admin

Category: Amsterdam, Uncategorized

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In diesem Artikel habe ich erzählt, was wir kürzlich in Noord-Holland unternommen haben. Nach diesen schönen Tagen haben meine Familie und ich noch eine Nacht im nicht weit entfernten Amsterdam verbracht. Aber was tun wenn das Corona-Virus wütet und Vorsicht das Gebot der Stunde ist? Museumsbesuche oder Unternehmungen drinnen kamen für uns nicht infrage, auch wenn im Juli die Infektionszahlen in der Region sehr überschaubar waren und die Niederländer zu diesem Zeitpunkt keine Maskenpflicht (außer in den öffentlichen Verkehrsmitteln) hatten – auch nicht im Supermarkt. Uns hat das irritiert und auch nervös gemacht und wir waren – trotz allem – sehr vorsichtig.

Wir haben uns schließlich Fahrräder gemietet und uns getraut, mit dem Strom zu schwimmen beziehungsweise zu fahren. Fahrradfahren in Amsterdam ist tatsächlich ein spannendes Erlebnis. Einerseits sind die Radwege so super ausgebaut, dass man sich wünscht, solche auch in Deutschland vorzufinden. Andererseits geht man gnadenlos unter, wenn man auch nur einen Moment lang Schwäche oder Unsicherheit zeigt (und nicht schnell genug bei Grün wieder im Sattel sitzt). Einmal war ich so gestresst von dem Wust an Rädern, der mich überholt hat, dass ich einer falschen Familie hinterhergefahren bin. Ding dong. Aber alles im allem war es sehr schön, so durch die Stadt zu fahren. Interessanterweise habe ich dort niemanden mit Fahrradhelm fahren gesehen – wir waren wohl übervorsichtig. Ich kam mir ehrlich gesagt auch ein wenig hysterisch vor, als ich die Lenkräder vor dem Fahren desinfiziert und schließlich Einweghandschuhe angezogen habe. Ob das sinnvoll war? Da scheiden sich die Geister. Aber Seife und Wasser für zwischendrin waren nicht immer verfügbar.

Ein ganz großes Highlight war auch eine Bootsfahrt durch die Grachten. Wir waren die einzigen Touristen an Bord und hatten einen supercoolen Guide (Steefjen), der uns mit viel Herzblut ganz viel über die Geschichte und verschiedenen Ecken erzählt hat. Und er hat den Nachwuchs glücklich gemacht, denn der durfte quasi die ganze Fahrt über das Boot lenken. Amsterdam ist wirklich unfassbar schön anzugucken. Vor einigen Jahren war ich schon einmal zu Besuch, aber jetzt ist meine Begeisterung wiederentflammt. Damals habe ich das Anne-Frank-Haus besichtigt, was ich unter normalen Umständen auch empfehlen würde (ergreifend). Im Juli war die Schlange vor dieser Sehenswürdigkeit sehr lang. Auch wäre ich gerne ins Van Gogh-Museum gegangen, aber es sollte einfach (für uns) im Moment nicht sein. Wenigstens konnten wir mit den Fahrrädern durchs Rijksmuseum fahren (wusste auch nicht, dass das geht).

Vor dem Anne-Frank-Haus
Die betrunkenen Häuser
Neuer Traum: wohnen auf einem Hausboot
Unser Guide erzählte, dass normalerweise viermal
so viele Menschen in der Stadt unterwegs sind.
Auf durch`s Rijksmuseum
De Pizzabakkers – keine regionale Küche, aber sehr lecker!
Kann man auch toll Radfahren: der Vondelpark
Das einzige Geschäft, in dem ich in Amsterdam war!
Ein Traum! Aber ich hatte keine Ruhe, um mir ein
Andenken auszusuchen. So wird man wohl im 21. Jahrhundert,
wenn man an`s Onlineshopping gewohnt ist – leider.
Wir haben im Park Plaza Vondelpark übernachtet.
Ein sehr schönes, neu eingerichtetes Hotel.
Auf die Hygiene wurde auch sehr geachtet.