Zeitgeist: Reisen trotz / mit Kindern

5. September 2015 / 10:26
by Anna

Category: Lifestyle

Das Thema „Reisen mit Kindern“ ist bei unseren Mädels-/ Mama-Runden im Moment in aller Munde, denn, so sehr wir unseren Alltag Daheim mit den Kleinen auch lieben (na ja, meistens jedenfalls) – ab und an packt doch jeden von uns das Fernweh. Und wenn dann die Freunde, die noch keine Kinder haben, von ihren tollen (geplanten oder bereits verbrachten) Urlauben in Schottland, Bali, Japan oder den Seychellen erzählen, packt, zumindest mich, manchmal doch die gaaanz große Sehnsucht.

Marrakesch, Moskau, die Seychellen und Bali stehen schon total lange auf meiner persönlichen Reisewunschliste. Außerdem liebe ich kurze Städtetripps innerhalb Europas: London, Paris, Berlin, Barcelona, Amsterdam… hach, da war ich oft und gerne in den vergangenen Jahren. Außerdem möchte ich unbedingt wieder mal nach New York, Washington und Dubai.

ABER – ganz großes ABER: Was ist mit den Kindern?

Seien wir mal ehrlich: Diese geliebten Fernreiseziele und die großen Metropolen sind einfach nichts für kleine Kinder. Ich persönlich habe mich damit (mittlerweile) abgefunden und sage mir in wehmütigen Momenten, dass ich mich ja für ein Leben mit Kindern, Haus und Hund entschieden habe und in erster Linie nun im Vordergrund steht, was für Reiseziele und -wege für die Kleinen am Besten sind und nicht für uns. Ich finde, man muss seinen Egoismus ganz hinten anstellen und überlegen, welche Urlaube mit Baby und Kindergartenkind geeignet sind.

Neue Ziele ins Visier nehmen

Als mein erster Spross ein knappes Jahr alt war, sind wir zum ersten Mal mit dem Auto nach Südtirol auf ein schönes Weingut mit kleinen Hotel gefahren – viel Grün und perfekte Bedingungen Kinder inklusive. Da die Strecke von Frankfurt ausgehend für eine Nonstop-Fahrt für das Kind zu strapaziös sein würde, haben wir jeweils auf dem Hin- und Rückweg eine Nacht in München verbracht. So waren wir nie länger als dreieinhalb Stunden im Auto und das hat sich als guter Plan herausgestellt. Wir haben die Fahrtzeiten so gelegt, dass das Kind schlafen konnte oder zumindest müde war. So hat es die meiste Zeit einfach durchgeratzt. Außerdem kann man zwischen München und Südtirol schöne Zwischenstops einlegen und eine größere Pause machen. Auch der Urlaub dort war ideal. WIr haben uns im Vorfeld Wanderrouten mit Kinderwagen oder Almen mit Tieren und kinderfreundlichen Rasthütten rausgesucht, von denen es erstaunlich viele gibt. Und in München kann man seine Zeit wunderbar in Biergärten, im Zoo, an der Isar oder dem Englischen Garten verbringen.
Anmerkung an dieser Stelle: Die Serpentinen sind nicht zu unterschätzen… einmal hat sich das Kind von oben bis unten… na ja, ihr wisst schon…

Letztes Jahr haben wir dann Ende August unsere erste Flugreise mit Kind angetreten. Reiseziel: die Algarve. Drei Stunden Flug gingen sprichwörtlich im Fluge vorbei. Wir hatten einen Kindersitz für das Kind dabei und vor Ort wartete direkt nach der Ankunft ein privat gebuchter Shuttle, der uns in das wunderbar kinder- und auch elternfreundliche Hotel EPIC SANA brachte. Wir alle fanden unseren Urlaub dort einfach perfekt. Es war warm, aber nicht mehr heiß – schon mal sehr wichtig, wie ich finde. Das Hotel hat außerdem ein tolles Kinderbecken, Spielplätze und einen großen, schattigen Park. Die Zimmer sind sehr geräumig und sogar kleine Bademäntel wurden uns bereit gelegt. Das Kind hat unseren Urlaub auf jeden Fall sehr genossen, da es bis heute davon spricht und immer wieder fragt, wann wir wieder dorthin fliegen.

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Das EPIC SANA – das perfekte Familien-Hotel an der Algarve

 

Ansonsten haben sich Föhr, das Zillertal und das Elsass ebenfalls als ideale Reiseziele herausgestellt. Auch Besuche bei den Verwandten in Berlin waren immer sehr entspannt, da wir dafür gesorgt haben, dass die Anfahrt und Unterkunft für das Kind passen.

Nun frage ich mich natürlich, wie unser erster Familienurlaub mit zwei Kindern aussehen wird. Ich bin noch am Überlegen. Was für mich aber definitiv feststeht: Städtereisen nach London oder Paris, geschweige denn Fernreisen, würde ich uns allen im Moment nicht antun. Was soll ein Baby und ein Kindergartenkind in London? Oder in Moskau oder Marrakesch oder auf Bali? Wenn ich allein an die Flugzeit denke… denn wer nach Bali will, muss in jedem Falle auch einmal umsteigen. So eine Reise wäre ja schon für unsereins anstrengend, aber dann noch kleine Kinder im Schlepptau zu haben, die natürlich kleinen Bock haben, acht, zehn oder zwölf Stunden in einem engen Flugzeug zu sitzen… ? Nein danke! Man kann wirklich auch schöne Familienurlaube in Europa machen.

Aber, ich bin ehrlich: Auf Tripps in meine Lieblingsstädte möchte ich trotzdem nicht verzichten. Anfangs hat mich das schlechte Gewissen geplagt, wenn ich das Kind für ein, zwei oder maximal drei Tage bei Oma und Opa geparkt habe. Manchmal bin ich auch geschäftlich für ein oder zwei Tage weg gewesen. Der Abschied war jedes Mal fürchterlich, auch wenn wir nur 24 Stunden weg waren. Aber, ganz ehrlich: Uns Eltern tut dieser Tapetenwechsel einfach gut und das merkt auch der Nachwuchs. Entspannte und ausgeglichene Eltern sind die halbe Miete. Außerdem haben wir das riesengroße Glück, dass das Kind supergerne bei den Großeltern ist (und dort natürlich auch immer sehr verwöhnt wird). Wären diese Voraussetzungen nicht gegeben, würde ich niemals ohne mein Kind bzw. meine Kinder verreisen. Aber, wer würde das auch schon?

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Der Stroblhof in der Nähe von Bozen – ein Traum

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