New York-Guide: Hotel Z NYC

15. April 2016 / 18:29
by Anna

Category: New York

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So, nun bin ich schon fast zwei Wochen wieder im Lande und muss nun endlich mal mit meinen New York-Tipps und -Erfahrungen starten. Direkt, nachdem ich damals meinen Flug mit Singapore Airlines gebucht hatte, habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Hotel in New York gemacht. Mein letzter Tripp in die Staaten ist ja schon eine ganze Weile her und ich musste leider sehr schnell feststellen, dass es richtig schwer ist, ein Hotel in New York zu finden, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis passt.

Die Woche nach Ostern scheint wohl sehr beliebt für Städtereisen zu sein, jedenfalls lassen das die Preise für Hotels im Big Apple vermuten. Ein vernünftiges Hotel ist für mich relativ neuwertig, gepflegt, natürlich sehr sauber, nicht abgewohnt und wenn möglich noch schön eingerichtet. In Paris oder London findet man viele (Boutique-)Hotels, die diesen Standard vorweisen und zwischen 95 bis 125 Euro pro Doppelzimmer pro Nacht kosten. Dieser Preis war bei meinen Planungen damals auch für mich mein Ok-Budget für ein (wohlgemerkt) Einzelzimmer.

Ziemlich viel Schrott für ziemlich viel Geld

Leider habe ich beim Durchklicken auf Trivago und Co. sofort festgestellt, dass man in New York für 175 bis 200 Euro ein Einzelzimmer eher in den weniger guten Hotels im Ein- bis Zwei-Sterne-Bereich bekommt. Selbst coole Hotels wie das Pod 39 hätte in der Woche nach Ostern um die 150 Euro für ein Mini-Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad gekostet. Hallo? Geht`s noch? Ich war mega gefrustet und habe Woche um Woche mehr Panik bekommen – ich sah mich schon in einer schäbigen Kaschemme, in der man mir 200 Euro die Nacht abknüpft und ich mich frage: „Warum? Wofür? Nur weil es New York ist“

Versteht mich nicht falsch! Ich bin, was Reisen betrifft, wirklich nicht knauserig, gehöre zu der Kategorie Mensch, die auch immer gut und gerne Trinkgeld gibt, ob dem Zimmermädchen, dem Concierge oder sonst wem (gerade wieder auf Snapchat bei einer bekannten deutschen Bloggerin mit neuer goldenen Rolex gesehen, wie sie in Dalles fünf Koffer in ihr Zimmer geschleppt bekommen hat und kein Trinkgeld gegeben hat – geht gaaaar nicht – das ist mal sowas von stillos!!). Mir ist es auf Reisen auch wichtig, gut unterzukommen und ich gebe auch gerne hohe Beträge für schöne Hotels aus. Aber ich bin nicht bereit, einen Haufen Geld für ein Einzelzimmer auszugeben, wenn man dafür Schrott geboten bekommt.

Also habe ich geduldig gewartet und gewartet, regelmäßig die Hotelportale durchgeklickt und irgendwann – pink – ploppte bei Trivago ein Superdeal auf. Das Hotel Z NYC wirkte perfekt und sollte nur 100 Euro die Nacht kosten. Klick, klick – gebucht.

Und, lohnt sich das Hotel Z NYC?

Das Hotel liegt an der Queensborough Bridge, direkt neben den Silvercup Studios in Queens (kreeeeisch), in einer Gegend, in der ich nachts nicht alleine unterwegs sein möchte. Aber es wirkt auf dem ersten Blick gepflegt, modern und geschmackvoll. Soweit stimmt das auch. Mein Zimmer mit Queensize-Bett hat, wie alle Zimmer, einen umwerfenden Blick auf Manhattan und ist wirklich geräumig. Nur leider hätte es etwas sauberer sein dürfen und der Teppichboden wirkte schon ein wenig mitgenommen. Aber die Ausstattung an sich: völlig in Ordnung. Ein Flachbild-TV mit diversen US-Sendern, ein Wecker, Telefon (internationale Gespräche sind im Zimmerpreis inklusive), Kosmetik, allerdings kein Bademantel. Ich habe mir zweimal etwas auf`s Zimmer bestellt: Cesars Salat und einen wirklich guten Burger mit Süßkartoffel-Fries für 9 und 14 Dollar, und habe mein Dinner mit Ausblick mehr als genossen.

Morgens gibt`s für jeden Gast ein sehr einfaches Frühstück, bestehend aus echt schlechtem Kaffee, Orangensaft sowie wahlweise Bagels oder Croissants mit Frischkäse und Marmelade. Für den ersten Hunger absolut ausreichend. Wer noch Eier et cetera möchte, kann dazubestellen.

Ich habe mich abends immer in die Hotel-Shuttle-Liste eingetragen und bin morgens mit dem ehemaligen Schulbus zur Lexington Avenue gebracht worden. Die Fahrt dauert, je nach Verkehr, keine zehn Minuten und man ist mitten im Geschehen. Von daher ist der vermeintliche Nachtteil, nicht in Manhattan zu nächtigen, aufgehoben. Und wer kein Bock auf die festen Fahrzeiten hat, kann innerhalb von nicht mal zehn Minuten zur U-Bahn-Station laufen. Also man ist schon echt flexibel.

Letztendlich war der Aufenthalt in Ordnung, für den Preis wirklich nicht schlecht, aber, wie gesagt, es hätte etwas sauberer und gepflegter sein können. Und auch die Mitarbeiter im Hotel wirkten auf mich von vorne bis hinten gelangweilt und unmotiviert, obwohl natürlich alle freundlich waren und insbesondere der sehr junge Busfahrer immer für ein Schwätzchen zu haben war. Er erzählte mir von seiner bevorstehenden Reise nach Europa, wo er bisher noch nie war. London, Paris, Amsterdam und Rom liegen auf seiner Route, Berlin allerdings nicht. Na ja, selbst schuld. Mich hat nur gewundert, dass er das Guggenheim Museum nicht kannte: „Is it an Art Museum“? – „Ööööh, yes?!? You don`t know the Guggenheim?“ Aber vielleicht hat er mich und meinen deutschen Akzent auch schlicht schlecht verstanden.“

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Jedes Zimmer hat einen tollen Blick auf Manhattan.

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In der Lobby – Wahnsinns-Kronleuchter.

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ZImmerblick. Das Waschbecken ist direkt im Flur.

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Bequem: Das Bett! Die Rockettes im Hintergrund.

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Ich habe den Vorhang nachts nie zugezogen.
Zwischendrin aufzuwachen und diesen Blick zu haben – einfach der Hammer!

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Wirklich lecker!

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Bissi trocken.

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Blick von der Panorama-Terrasse auf die Silvercup-Studios.

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Blick aus meinem Hotelzimmer.

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Blick aus meinem Hotelzimmer.

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Der Hotel-Shuttle-Bus fährt stündlich hin und zurück – hat immer gut geklappt.

Mehr Infos:
www.zhotelny.com

Instagram: www.instagram.com/zhotelny
Facebook: www.facebook.com/ZHotelN

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