London-Guide: Street Art in Shoreditch

10. März 2017 / 10:10
by Anna

Category: London

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Titelbild: Maske von Gregos

Obwohl ich schon gefühlt hundert Mal in London war, gibt es doch jedes Mal wieder eine neue Ecke zu entdecken. Da wir dieses Mal im Hoxton in Shoreditch übernachtet haben, lag es ganz klar auf der Hand, sich auch dieses Viertel endlich genauer anzuschauen. Shoreditch, jedenfalls habe ich das häufig gelesen, ist im Moment das In-Viertel: Restaurants, Gallerien, Shops – alles, was das urbane Herz vergnügt findet sich zwischen der Brick Lane und der Old Street Station. Wofür Shoreditch aber noch steht? Street Art!

Schon wer aus der Tube-Station Old Street kommt, findet – wenn auch nicht gleich auf dem ersten Blick – interessante Kunst. Bemalte Kaugummies von Ben Wilson? Pilze, die auf Dächern wuchern? Bilder vom kommerziell erfolgreichen französischen Künstler Thierry Noir (der auch die Berliner Mauer bemalte)? Original Banksys? Gibt es alles hier! Und spannend finde ich auch, dass viele Künstler ihre Wurzeln in Bristol haben. Daher freue ich mich riesig darauf, schon in Kürze in Bristol zu sein um dort die Street-Art-Szene zu bewundern. Übrigens: Ich empfehle an dieser Stelle, unbedingt eine geführte Tour zu machen oder jemanden bei sich zu haben, der etwas zu der (teils versteckten) Kunst und die entsprechenden Botschaften sagen kann. Schaut dazu auch einmal für Touren und Workshops hier bei Alternative London!


Hinter der kleinen Wand-Verkleidung findet sich ein Werk von Banksy.


On Tour mit anderen Kunstinteressierten.


Braucht jemand eine Pille gegen die Konsum-Krankheit?


Ein Tourguide macht Sinn, um mehr über die Künstler zu erfahren!


Nicht nur in Shoreditch findet man Werke von Stik, einem ehemaligen Obdachlosen, der
seinen Figuren keinen Mund gibt, um auf Sprach- und Hilflosigkeit der Betroffenen
hinzuweisen.


dfg


Aus Dreck noch etwas Interessantes machen:
Bemalte Kaugummies von Ben Wilson!


Ein Banksy in der Rivington Street.


Wer ist Banksy? Wir werden es vielleicht nie erfahren…


Hartes Leben in London? Wenn es zum Weinen nicht reicht, dann besser Cheeeese!


Sehr aktuelles Statement  – direkt neben der Old Street Station.


Vergesse ich nicht, dieses Pferd im Planschbecken.


Die Pilze sprießen an vielen Ecken aus Dächern hervor. Sozusagen ein Statement, dass
sich die Natur trotzdem durchsetzt, egal, wie viel die Menschen die Umwelt versuchen
plattzumachen? Meine Interpretation.


Neo Picasso?

Was ich aus London mitnehme:
Ich muss sagen, dass obwohl ich schon seit elf Tagen wieder zuhause bin, immernoch inspiriert und begeistert bin von den ganzen Eindrücken, dem enormem technischen Können und der unglaublichen Kreativität der Künstler. Und ich habe mich daran erinnert, wie gerne ich früher (als ich noch nicht meinem Beruf nachgegangen bin und Kinder großgezogen habe, hehe) selbst gemalt und illustriert habe. Verdammt, ich bin in Malerie und Illustration fünf Jahre ausgebildet worden und habe das total vergessen und fallen lassen. Wie schade ich das eigentlich finde.
Daher habe ich diesen positiven Vibe zum Anlass genommen, um wieder damit zu starten. Kurzerhand habe ich meine Familie ins Auto gepackt und bin zum größten Kunstbedarfs-Geschäft in Frankfurt gedüst und habe mich zwischen Regalen mit Acrylfarben und Papierbögen wiedergefunden. Mein größeres Kind, das gerne malt seit es einen Stift halten kann, habe ich so damit angesteckt, dass wir beide nun seit einer Woche beinahe täglich in Eintracht am Esstisch sitzen und mit unseren Acrylfarben rumpinseln. Mich rührt es richtig, dieses kleine Kind zu sehen, wie es Farbe anmischt und seelenruhig ein Bild nach dem anderen malt. Allein dafür hat sich die Reise nach London schon gelohnt.

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