London-Guide: im Boutique Hotel The Warrington

31. Oktober 2016 / 11:13
by Anna

Category: London

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Bisher haben wir in London immer in Hotelketten wie dem Hoxton übernachtet. Dieses Mal wollte ich aber unbedingt was anderes ausprobieren, daher fiel unsere Wahl auf das Fünf-Zimmer-Hotelchen The Warrington in der Nähe von Paddington und den U-Bahn-Stationen Warwick Avenue und Maida Vale. Das Warrington hat – neben den Zimmern – im Erdgeschoss einen schönen Pub und Separées für größere Gesellschaften.

Wir sind bereits morgens im Warrington angekommen und haben uns bei der Dame hinter dem Thresen angemeldet. Es geht dort alles recht locker und unkonventionell zu und sowas wie eine Rezeption gibt es of course nicht – lohnt sich bei fünf Zimmern auch nicht. Später dann, ganz klassisch um 14 Uhr, konnten wir dann das THE MILLINER beziehen.

Man kann von der Ausstattung und der Einrichtung her wirklich nur Positives berichten. Unser und auch die anderen Zimmer, in die ich einen Blick erhaschen konnte, sind sehr sehr schön und individuell eingerichtet – Flomarkt-Stücke treffen coole Design-Accessoires. Allerdings kann man sicherlich nicht erwarten, dass man (wie in den großen Ketten) auch Kühlschränke, Safes, Puschen und Bademäntel auf den Zimmern findet. Aber alles war so, wie man es sich in einem kleinen Boutique-Hotel wie diesem wünscht – und dazu der ganze Plaaaaatz. Wer ins MILLINER kommt, landet erst einmal auf einem Flur mit Garderobe und großen Einbauschränken. Wo findet man sowas denn noch in London, außer vielleicht in einer Suite im Ritz? Auch das Schlafzimmer, ausgestattet mit großem Flatscreen-TV und Kaffeemaschine, ist riesig. Ich werde allerdings nie verstehen, wieso es in gefühlt jedem Haus in London nur Einfachverglasung gibt. Trotzdem: Der Lärm von draußen kam nicht durch bis in das Zimmer, das im zweiten Geschoss liegt.

Verpeiltes Personal
Also – bei der Ausstattung alles gut, aber die Leute dort sind schon etwas verplant. Mein Mann hat einige Wochen vor unserer Anreise mit dem Hotel abgesprochen, dass dort einen Tag vor unserer Ankunft Fussballtickets für ihn entgegen genommen werden sollen. Die Fussballtickets sind auch von dem Kurier geliefert worden, nur blöderweise hat man im Hotel diese dann doch nicht angenommen, weil man nicht mehr auf dem Radar hatte, wer „Mr X“ ist. Also – trotz der schriftlichen Absprache per Mail – hat`s nicht geklappt, der Kurier hat die Karten wieder mitgenommen und uns informiert, dass er diese nicht im Hotel abgeben konnte. Nach ewigem hin und her konnten wir dann von Frankfurt aus noch mal alle, sowohl Kurier als auch das Hotel informieren und den Vorgang koordinieren. lLtztendlich wurden die Karten dann noch einmal vorbei gebracht und schließlich doch nicht entgegen genommen. Aber, wie bescheuert ist das denn? Wir haben ganz schön Nerven gelassen bei dieser Aktion.

Zweiter Punkt, der gar nicht geht:
Tag zwei in London war rum und wir sind abends völlig fertig ins Warrington zurück gekehrt. Beim Betreten unseres Zimmers habe ich dann sofort bemerkt, dass tagsüber kein Housekeeping da war. Ganz ehrlich? Mir braucht keiner mein Bett machen, das schüttle ich ohnehin (auch im Hotel) immer selber auf und finde den Gedanken auch bescheuert, dass jemand Fremdes meinen Pyjama zusammenlegt. ABER: Frische Handtücher, neues Klopapier und Shampoo, einen geleerten Mülleimer sowie einmal kurz mit dem Staubsauger drüber wäre schon ganz schön. Als Gast in einem Hotel kann man sich da wohl schlecht selbst drum kümmern, oder?

Ich habe dann unten im Pub (…) Bescheid gegeben und irgendwann kam eine gelaaangweilte Dame, die wohl anscheinend was zu sagen hatte und meinte, sie würde mir dann Handtücher reinreichen. Keine Entschuldigung dafür, dass sich tagsüber keiner um das Zimmer gekümmert hat. Vielmehr meinte sie dann zu mir, dass wir das Türschild auch falschrum gedreht hätten. Hee, totaler Quatsch! Wenn das Schild zeigt „Please make the room“ hat man doch nix falsch gemacht, oder? Ich habe dann noch drum gebeten, dass vielleicht jemand kurz klar Schiff macht. Als Antwort kam dann, dass keiner mehr da sei. Toll. Ich war genervt und zwar richtig!! Die gute Frau hat dann wohl auch gemerkt, dass diese Verweigerung, auch in einem kleinen Hotel, gar nicht geht und sich erbarmt, halbherzig das Bett aufzuschlagen und einmal kurz feutcht durchzumoppen. Der Müllbeutel war aber trotzdem voll und die Shampoopulle leer…

Klingt vielleicht so, als würde ich mich total anstellen, aber ich finde nicht, dass (vor allem nach der Vorgeschichte mit den Karten) man sich dem Hotelgast so gegenüber verhält. Außerdem: Ich bin im Urlaub und nicht Zuhause und möchte mich dann auch echt um nix kümmern müssen und bestimmt nicht den Wischmop schwingen. Und sauber und ordentlich möchte ich es halt haben – sowohl Zuhause als auch in einem Hotelzimmer.

Das Frühstück…
… war dagegen sehr gelungen: der Cappuccino lecker, der Saft frisch gepresst, die Auswahl sehr englisch aber prima und die Gerichte lecker zubereitet. Mein Egg Florentine war perfekt pochiert und der fleischige Haufen auf dem Teller meines Mannes wohl auch köstlich laut seiner Aussage. Und die Dame, die sich um uns gekümmert hat war sehr herzlich und aufmerksam.

Fazit: Alles in allem war unser Aufenthalt dort in Ordnung und eine Erfahrung wert. In den Zimmern würde ich jeder Zeit wieder nächtigen, aber ein besserer Service wäre schon schön.

The Warrington Hotel
93 Warrington Cres
Doppelzimmer mit Frühstück ab 140 Euro

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Unser Zimmer war das Milliner.

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Für Londoner Verhältnisse ist dieses Zimmer RIESIG!

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Einen Flur mit Einbauschrank gibt es auch.

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Designlampen.

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Unser Badezimmer.

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Unten im Pub gibt es morgens das Frühstück.

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Ich habe an beiden Tagen Egg Florentine gegessen – sehr lecker!

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Chesterfield-Sitzbänke im Pub.

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YUM!

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Was für Kerle und etwas, das ich morgens NICHT essen kann = englisches Frühstück!

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YUM! Ich kann Hollandaise trinken!

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Unser Zimmerchen von außen betrachtet.

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